Was passiert, wenn Schottland auf Mexiko trifft? Das wollten wir mit dieser kleinen, experimentellen Blended Malt-Charge herausfinden. Zu diesem Zweck wurde ein getorfter Scotch Whisky zusätzlich in Mezcal-Fässern ausgebaut. Und siehe da, es entstand ein wunderbares Zusammenspiel im rauchigen Spektrum, ergänzt mit salzigen, rauen Küstenelementen und herrlich erdigen und krautigen Tönen.
Wir machten uns auf einiges gefasst und trafen im Duft gleich beim ersten Schnüffeln auf stürmisches Wetter und eine herzhafte Meeresgischt, die uns an eine Küste versetzte. Es folgten gigantische, rauchige, krautige Schwaden, als hatte man Thymian, Rosmarin, Bohnenkraut und Majoran auf heisse Kohlen geworfen, während noch versengte Limetten und Cumberland-Würstchen auf dem Grill lagen. Als die Sturmflut unseren Gaumen traf, ergossen sich zunächst teerige Aromen von süsser Melasse, Rauch und schwarzem Tee über uns. Darauf folgte mit Zuckerrübensirup gepökelter Schinken und über Hickoryholz geräucherter Lachs sowie eine Mojo-Sauce für Schweinefleisch mit Kreuzkümmel, Orange, Limette, Koriander und Minze. Nach einem Spritzer Wasser entwickelten die Aromen einen frischeren, ferienhaften Charakter. Stellen Sie sich vor, Sie waschen sich die Haare mit Teershampoo und geniessen dann ein Essen mit würzigem Limettenbrot, das über heissen Kohlen getoastet wurde und Schweinskoteletts aus der heissen Pfanne mit gemahlenem Kardamom. Am Gaumen eine rauchige Margarita mit Agavensirup, dazu aschebestäubte Birnenscheiben vom Grill und ein Dressing aus Limettensaft, Lorbeerblatt und Kokosraspeln. Ein Festmahl voll schwelender Köstlichkeiten.